Google Ads nach Deckungsbeitrag steuern
Ein hoher ROAS sagt nicht, ob ein Shop mit Google Ads Geld verdient. Ich stelle Google-Ads-Konten von Onlineshops so um, dass Gebote und Budgets dem Deckungsbeitrag folgen: dem, was nach Ware, Versand, Gebühren, Retouren und Werbung übrig bleibt.
Warum Umsatz das falsche Ziel ist.
Smart Bidding optimiert auf den Conversion-Wert, den das Konto meldet. Bei fast allen Shops ist das der Umsatz. Damit behandelt Google einen Euro Umsatz mit einem Produkt mit 15 Prozent Marge genauso wie einen Euro mit 60 Prozent Marge. Das Konto wächst, der Gewinn nicht unbedingt.
Die Untergrenze jedes Ziels ist der Break-even-ROAS: Wert je Bestellung geteilt durch den Deckungsbeitrag je Bestellung vor Werbung und nach Retouren. Ein Beispiel mit 100 Euro Nettowert und 27,25 Euro Deckungsbeitrag ergibt 3,67, also 367 Prozent. Darunter verliert jede Bestellung Geld. Die Rechnung mit allen Kosten steht im Artikel Break-even-ROAS berechnen.
Die Umstellung in vier Stufen.
Ich gehe nur so weit, wie es sich für deinen Shop lohnt. Die nächste Stufe ist nur sinnvoll, wenn die Unterschiede in der Marge die Reihenfolge deiner Produkte tatsächlich verändern.
Produkte bewerten
Deckungsbeitrag je Produkt aus Einkaufspreis, Versand, Zahlungsgebühren und Retourenquote. Daraus der Break-even-ROAS je Produkt oder Gruppe.
Margengruppen mit eigenem Ziel
Produkte bekommen Custom Labels nach Margenklasse und laufen in Kampagnen mit eigenem Ziel-ROAS. Das ist mit jedem Shopsystem möglich und reicht für viele Shops.
Marge als Conversion-Wert
Statt Umsatz meldet der Shop die Warenmarge je Bestellung an Google, bei Bedarf über serverseitiges Tracking. Dann optimiert Smart Bidding direkt auf Rohertrag.
Deckungsbeitrag nach Retouren
Für Shops mit hohen Retouren: Abschlag je Kategorie oder nachträgliche Korrektur der Conversion-Werte. Erst diese Stufe bildet das Ergebnis nach allen variablen Kosten ab.
Wie das in einem echten Konto aussieht.
Für XXL-Parfum.ch habe ich ein Margen-System gebaut, das über 17'000 Produkte täglich nach Deckungsbeitrag bewertet und die Gebote danach ausrichtet, zusammen mit einem automatischen Repricing. Der ROAS stieg nach dem Umbau von 381 auf 442 Prozent. Wichtiger als die Zahl ist der Abstand zum Break-even von 310 Prozent: Er zeigt, wie viel nach Werbekosten übrig bleibt. Zeitraum: Januar bis Mitte April gegen den Zeitraum ab 24.04.2026, Google-Ads-Daten.
Einzelner Kundenfall, keine Zusage für dein Konto. Mehr unter Ergebnisse.
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Häufige Fragen.
Was ist der Unterschied zwischen ROAS und POAS?
ROAS ist Umsatz geteilt durch Werbekosten. POAS ist Deckungsbeitrag vor Werbung geteilt durch Werbekosten, rechnerisch ROAS mal Bestellmarge. POAS bringt nur dann bessere Gebote, wenn die Marge zwischen den Bestellungen deutlich streut. Bei gleicher Marge ergibt ein umgerechnetes ROAS-Ziel dieselben Gebote.
Muss ich Einkaufspreise an Google übermitteln?
Für Margengruppen nicht: Die Labels sagen Google nur, in welche Klasse ein Produkt gehört. Erst wenn die Marge als Conversion-Wert gemeldet wird, fließt sie in die Daten deines Google-Ads-Kontos. Das entscheiden wir gemeinsam.
Welche Daten brauchst du dafür?
Einkaufspreise oder Margen je Produkt, Versand- und Zahlungskosten, Retourenquoten je Kategorie. Eine Tabelle aus der Warenwirtschaft reicht für den Anfang. Fehlt etwas, schätzen wir mit nachvollziehbaren Annahmen und ersetzen sie später.
Für welche Shops lohnt sich das nicht?
Wenn fast alle Produkte eine ähnliche Marge haben, ändert die Umstellung wenig. Dann reicht ein Ziel-ROAS, der über dem Break-even liegt. Das sage ich dir nach dem Audit.
Der Einstieg: ein kostenloses Audit.
Du lädst mich als Nur-Lese-Nutzer in deinen Account ein, zwei Klicks, jederzeit widerrufbar. Ich zerlege Struktur, Bidding, PMax, Feed und Tracking, baue dir ein Dashboard mit deinen Kennzahlen, und gebe dir eine schriftliche Roadmap plus 30 bis 45 Minuten Call. Alles gehört dir, egal ob wir danach zusammenarbeiten oder nicht.
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